Als ihre Mutter nach einem Sturz plötzlich auf intensive Unterstützung angewiesen war, stand Lena Siegentaler (Name geändert) vor einer grossen Herausforderung. Familie, Beruf und die Fürsorge für ihre Mutter gleichzeitig zu bewältigen, brachte sie an ihre Grenzen. Mit der 2025 neu eingeführten Sofort-Betreuung in den Kantonen Aargau-Solothurn fand sie schnell Unterstützung.
Frau Siegentaler, wie hat sich Ihre Situation damals verändert?
Meine Mutter hat allein gelebt und wollte nie Hilfe von aussen annehmen. Ich habe sie deshalb regelmässig unterstützt, zum Beispiel beim Einkaufen. Dann ist sie gestürzt und hat sich den Oberschenkelhals gebrochen. Sie kam vorübergehend in ein Ferienzimmer in einem Altersheim, was für sie sehr schwierig war. Ich habe gemerkt, dass sie dort leidet, und sie bereits am nächsten Tag wieder nachhause geholt.
Wie sind Sie zur Sofortbetreuung gekommen?
Ich habe mich zuerst bei Pro Senectute gemeldet. Von dort wurde ich an den Entlastungsdienst Aargau-Solothurn verwiesen. Schon das erste Telefongespräch hat mir ein sehr gutes Gefühl gegeben. Mir wurde zugesichert, dass sofort mit der Suche nach passenden Betreuungspersonen begonnen wird.
Wie schnell konnte die Unterstützung starten?
Das ging unglaublich schnell. Innerhalb von rund 48 Stunden war alles organisiert. Meine Mutter brauchte intensive Betreuung mit zwei Einsätzen pro Tag, und trotzdem hat das so rasch geklappt. Ich wurde laufend informiert und wir standen in engem Austausch. Dafür war ich sehr dankbar.
Wie hat Ihre Mutter die Betreuung angenommen?
Das war meine grösste Sorge, weil sie eigentlich keine fremden Menschen im Haus wollte. Aber es hat erstaunlich gut funktioniert. Zu Beginn kamen verschiedene Betreuungspersonen, doch schon bald haben sich zwei herauskristallisiert, mit denen es einfach gepasst hat. Sie hat sich gefreut, wenn diese Frauen kamen, und die Gespräche haben ihr sehr gutgetan.
Was hat diese Unterstützung für Sie persönlich bedeutet?
Es war eine enorme Entlastung. Ich habe vorher alles allein gemacht, Familie, Job, Hund und die Betreuung meiner Mutter. Das war sehr belastend. Durch die Unterstützung hatte ich wieder mehr Zeit für meine Familie oder auch einfach für einen längeren Spaziergang mit dem Hund. Vor allem wusste ich, dass es meiner Mutter gutgeht und sie sich auf die Besuche freut.
Würden Sie die Sofor-Betreuung weiterempfehlen?
Ja, auf jeden Fall. Ich habe sie auch bereits weiterempfohlen. Für mich war es eine grosse Unterstützung und für meine Mutter ein wichtiger Beitrag, damit sie zuhause bleiben konnte.
Hinweis: Die Mutter von Lena Siegentaler ist inzwischen verstorben. Wir sprechen der Familie unser herzliches Beileid aus. Umso dankbarer sind wir für das Vertrauen, das uns entgegengebracht wurde. Es bedeutet uns viel, dass wir die Familie in dieser intensiven Lebensphase begleiten durften.
«Für mich war es im wahrsten Sinne des Wortes eine riesige Entlastung.» Lena Siegentaler